Bio-Zierpflanzenbau in Vorweihnachtsstimmung

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BEERFELDEN – (anis). Die Beerfelder Gärtnerei Berger ist nun zumindest für einen Tag in den Mittelpunkt des europäischen Bio-Zierpflanzen-Anbaus gerückt. Denn am Dienstag schauten sich rund 60 natürlich produzierende Gärtner aus ganz Deutschland, Österreich und Italien in dem alt-eingesessenen Odenwälder Geschäft um.

Zu Gast hatte Inhaber André Berger die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft für Bio-Pflanzenbau, die ihre Jahrestagung in Heidelberg nutzten, um gemeinsam mit Vertretern des Branchen-Instituts Ökomene und der Lehr- und Versuchsanstalt der Neckarstadt im Odenwald Einblick in die Betriebspraxis zu gewinnen. Die Gärtnerei Berger ist ein Familienbetrieb, der 1899 vom Urgroßvater des heutigen Chefs gegründet wurde. André Bergers Vater Ernst hatte das Unternehmen zuletzt stetig erweitert und modernisiert, ehe er es im Jahr 2001 übergab. Der jüngste Spross der Gärtner-Dynastie wendet nun die Kenntnisse an, die er durch sein Gartenbautechnik-Studium an der Universität Stuttgart Hohenheim erworben hat. Den Aufbau eines rein biologischen Betriebes begann er mit dem Einsatz Effektiver Mikroorganismen, der ihn zu einem der wenigen anerkannten bio-zertifizierten Gärtner für Nutz-und Zierpflanzen gemacht hat. Außerdem ist die Gärtnerei inzwischen durch Fotovoltaik und Hackschnitzelheizung inzwischen ein Energie-Plus-Betrieb. Die Gewächshäuser werden ökologisch beheizt. Bei ihrer Besichtigung trafen die Gäste Bergers selbst gezogene Weihnachtssterne an, die prachtvoll in Blüte stehen. Davon zeigten sie sich ebenso beeindruckt wie von der gesamten Anlage und dem Konzept des Inhabers. Neben den Christsternen wachsen momentan biologischer Feldsalat und biologisches Gemüse. Vor diesem Hintergrund führten die Gärtner intensive Gespräche und gewannen Anregungen für ihre eigenen Betriebe. Anerkennung fand vor allem Bergers Geschäfts-Grundsatz „Wenn man nicht investiert, geht man kaputt“.

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